Sonderöffnung Sammlungen

Anlässlich des 35. Deutschen Kunsthistorikertags gelten folgende Sonderöffnungszeiten:

 27. bis 30. März 2019
jeweils 11:00–18:00 Uhr

in der Kunstsammlung im Auditorium sowie in der Archäologischen Sammlung.

Kunstsammlung

Foto: Kunstsammlung der Universität Göttingen

Die Geschichte der Kunstsammlung der Universität Göttingen reicht bis in die Gründungsjahre der Georgia Augusta zurück. Die Sammlung gehört somit zu den ältesten kulturellen Einrichtungen in Göttingen. Ihr Grundbestand geht aus zwei bedeutenden Stiftungen hervor: 1736 entschloss sich der Frankfurter Patrizier Johann Friedrich Armand von Uffenbach (1687–1769), seinen umfangreichen Besitz an Druckgrafiken und Zeichnungen der Universität nach seinem Tod zu überlassen. Die zweite prägende Stiftung bestand aus rund 300 Gemälden und ist Johann Wilhelm Zschorn (1714–1795) zu verdanken. So entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts die älteste universitäre Kunstsammlung Deutschlands.
In der neu konzipierten Dauerausstellung werden niederländische, flämische, deutsche und italienische Gemälde des 14. bis 21. Jahrhunderts gezeigt. Anlässlich des 35. Deutschen Kunsthistorikertags werden herausragende Beispiele des umfangreichen niederländischen, flämischen, deutschen und italienischen Zeichnungsbestandes präsentiert.

Am Freitag, 29. März 2019, wird in der Kunstsammlung ab 18:00 Uhr zusätzlich eine Abendöffnung angeboten. Ab 20:00 Uhr findet im Hörsaal des Auditoriums die feierliche Eröffnung der Ausstellung „in einem glücklichen Augenblick erfunden“. Deutsche Zeichnungen von Tischbein bis Lovis Corinth statt.

Archäologische Sammlung

Die Sammlung der Gipsabgüsse antiker Skulpturen im Archäologischen Institut der Universität Göttingen umfasst über 2.000 Reproduktionen antiker Skulpturen vor allem aus dem griechischen und römischen Kulturkreis. Die älteste universitäre Abguss-Sammlung der Welt, gegründet von Christian Gottlob Heyne (1729–1812), befindet sich seit 1912 in eigens eingerichteten Ausstellungsräumen im Seminargebäudes am Nikolausberger Weg.

Die Sammlung Wallmoden ist seit 1979 als langfristige Leihgabe des Hauses Hannover im Archäologischen Institut der Universität Göttingen ausgestellt. Sie besteht aus 56 Statuen, Büsten und Marmorurnen, größtenteils originale römische Marmorwerke, daneben auch einige Nachschöpfungen des 18. Jahrhunderts. Die Skulpturen wurden von Johann Ludwig von Wallmoden (1736-1811), illegitimem Sohn des britischen Königs Georg II., 1765 in Rom unter Anleitung von J. J. Winckelmann erworben und vor ihrem Transport nach Deutschland von führenden italienischen Bildhauern, insbesondere von Bartolomeo Cavaceppi (1716-1799), ergänzt und überarbeitet.
Nach englischem Vorbild angelegt, ist die Sammlung Wallmoden die älteste Antikensammlung dieser Art in Deutschland, die zudem noch fast vollständig erhalten ist. Damit stellt sie ein herausragendes Zeugnis für die Antikenrezeption des 18. Jahrhunderts dar.
Die Sammlung befindet sich im Rückgebäude des Archäologischen Instituts, Nikolausberger Weg 15 (Eingang im Hof).

Einen Überblick über die reichen Sammlungen des Göttinger Archäologischen Instituts sowie einen virtuellen Rundgang durch die elf Sammlungssäle finden Sie hier.